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Tobias Ludvigsson gewinnt nach Solo die Königsetappe |
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Donnerstag, den 16. Juni 2011 um 17:41 Uhr |
Mit diesem Finale rund um Oberhof hatte keiner gerechnet. Der Schwede Tobias Ludvigsson hat ausgerechnet auf der Königsetappe allen Favoriten ein Schnippchen geschlagen und damit für die erste große Überraschung der 36. Internationalen Thüringen Rundfahrt U23 gesorgt. Der 20-jährige Landesmeister gewann heute die 4. Etappe, die nach 145 Kilometern am Oberen Hof in Oberhof endete, nach einer Fahrzeit von 3:45:48 Stunden mit vier Sekunden vor einer 15-köpfigen Verfolgergruppe, die von dem Niederländer Wilco Kelderman (Rabobank) und dem Franzosen Johan Le Bon angeführt wurde.
Der Australier Jay McCarthy, der in der Spitzengruppe 400 Meter vor dem Ziel gestürzt war, erhielt seinen Rückstand gutgeschrieben und verteidigte seinen Vorsprung von neun Sekunden in der Gesamteinzelwertung vor Kelderman. Bester Deutscher ist nun der Thüringer Jakob Steigmiller, der sich mit seinem neunten Platz auf Gesamtrang vier verbesserte. Vom Pech verfolgt war sein Teamkollege Jasha Sütterlin, der mit einer starken Leistung in der Spitze über den Rennsteig kam, und nur durch einen Sturz kurz vor dem Ziel um eine noch bessere Tagesplatzierung gebracht wurde.
Rennleiter Stephan Schreck, der 1999 die Thüringen-Tour gewonnen hatte, zeigte sich mit seinen Nachfolgern im roten Energie-Trikot sehr zufrieden. "Steigmiller und Sütterlin haben sich auch bei den Anstiegen sehr gut behaupten können", meinte der Teamsieger der Tour de France 2005, "das lässt auch für das Bergzeitfahren in Neuhaus und meine heimliche Königsetappe um Kahla hoffen". Wäre es nach dem Erfurter gegangen, so hätte er schon vorher die Runde um die Porzellanstadt als schwierigsten Tagesabschnitt bezeichnet.
Trainer Jens Lang war auch mit den Leistungen seiner anderen Fahrer zufrieden. "Sie haben sich sehr gut an die Marschroute gehalten, besonders auf die Attacken der Niederländer zu achten. Die Rabobanker sind offenbar die stärkste Mannschaft im Feld und haben ihr letztes Wort noch nicht gesprochen".
Nachdem ein Ausreißerduo mit dem Dänen Steensen und dem Kasachen Davidenko fast zwei Stunden an der Spitze gefahren war, begann der Endkampf unter den Favoriten bei der ersten von vier Rennsteigüberquerungen, und bei der letzten von insgesamt vier Bergwertungen gelang es schließlich dem 1,90 m großen Schweden, alle Verfolger abzuschütteln.
Als Kletterer des Tages erwies sich der Österreicher Georg Preidler, der allein zwei Wertungen gewann, zweimal Dritter wurde und seinen Vorsprung im Trikot des Bergkönigs weiter ausbaute.
Die 5. Etappe führt am Freitag als Bergzeitfahren über 11,7 km von Katzhütte nach Neuhaus am Rennweg. |